Konzertdaten 2010
Sonntag, 31. Januar 2010, 11.15 Uhr
Brandenburgische Konzerte No. 1, 2 und 4 in Transkription
J.S. Bachs Brandenburgischen Konzerte –
geniale und bekannte Stücke mit neuem Ohr hören
Mit einem reinen Bach-Programm laden wir Sie herzlich zum ersten Konzert der Orgelkonzertreihe an der Peterskirche im Jahr 2010 ein.
Die Brandenburgischen Konzerte von Bach erklingen nicht in der üblichen Besetzung für Orchester, sondern in einer Übertragung für Orgel und ein Soloinstrument. Bach selber hat seine und Werke seiner Komponistenkollegen oft für verschiedene Besetzungen ausgearbeitet, was der damals gebräuchlichen Praxis entsprach.
Die Einrichtung der Brandenburgischen Konzerte 1, 2 und 4 für Soloinstrument und obligates Tasteninstrument wurde von Eberhard Klotz vorgenommen. Sie ist eine filigrane Zusammenfassung des Orchestergeschehens in einem Satz, der den Sonaten Bachs für Soloinstrument und obligaten Clavierpart nachempfunden ist. Klotz gelingt es dabei, ganz im Sinne der Alten, Geist vor Buchstaben zu setzen, und trotzdem jegliche Willkür zu vermeiden: Das Wesentliche der Orchesterversionen bleibt erhalten undgleichzeitig hat man Gelegenheit, Bachs 1727 genial komponierten Werke ganz neu zu hören. Ergänzt wird das Programm duch den Choral der Kantate „Jauchzet Gott in allen Landen“ sowie der berühmten „Air“ aus der Orchestersuite D-Dur.
Das Konzert ist Teil eines CD-Projektes, das in absehbarer Zeit realisiert wird.
Die Musiker:
Gawain Glenton, Zink, geb. in England, studierte in Manchester und Basel. Er konzertiert mit Concerto Palatino, His Majesty’s Sagbutts and Cornetts, Amsterdam Baroque Orchestra, The Gabrieli Consort and Players, Cantus Kölln and Les Talens Lyriques.
Daniel Hauptmann, Violine. Studium in Freiburg, Paris und London. Er ist Mitglied des Ensembles „Antipodes“, gründete 1997 das Barockensemble „a musicall banquet“ und leitet seit 2002 eine Klasse an der „Internationalen Sommerakademie für Alte Musik“ in Valtice. Unterrichtstätigket in Rheinfelden.
Frans Berglund, Trompete in alter Mensur, studierte in Stockholm und Basel. Berglund spielte mit Jordi Savall, Joshua Rifkin, Konrad Junghänel, Frieder Bernius, Jos van Immerseel sowie René Jacobs und lebt zur Zeit als freischaffender Trompeter in Basel. Daneben wirkt er als Pädagoge, Dirigent, Arrangeur und Komponist.
Thilo Muster, Orgel, studierte Klavier und Orgel in Basel. Er ist regelmässig an Konzerten und Festivals u.a. in Paris, Leipzig, Lübeck, Stralsund, Ottobeuren, Naumburg, Dresden, Zürich und Tallinn zu hören und nahm zahlreiche CD's auf. Von 1994 bis 2005 war er als Titularorganist der Kathedrale Genf tätig und leitete die traditionsreichen Concerts Spirituel Genève
Matinée am 14. Februar 2010, 11.15 Uhr
zwei Sonntage vor dem Morgestraich
Extra für die Matinée in der Peterskirche hat der in Basel lebende junge Komponist Thomas Leininger (*1982) einen Konzertsatz für Orgel, Cembalo und Orchester geschrieben. Thomas Leininger beschäftigt sich als Musiker hauptsächlich mit der Musik des 18. Jahrhunderts und somit liegt es für ihn nahe, auch in der musikalischen Sprache des 18. Jahrhunderts zu komponieren. Wir können uns auf die Erstaufführung seines Stückes freuen, das vom Stil her vertraut sein wird und sich ins Ohr schmiegt, aber trotzdem neu ist. Thomas Leininger spielt den Cembalopart selber, zusammen mit dem Barockorchester "La Visione" und Babette Mondry, Orgel.
Das Programm:
Concerto in C für Orgel und Streicher von Michel Corrette
"Cantabile, ma un poco Adagio" BWV 1019a von Joh. Seb. Bach
"In dir ist Freude" Orgelchoral von Joh. Seb. Bach
Konzert g-moll für Orgel und Orchester von G.F. Händel
Konzertsatz für Orgel, Cembalo, Streicher und zwei Oboen von Thomas Leiniger (*1981)
Die Ausführenden:
Barockorchester "La Visione"
Isabel Schau, Fanny Pestalozzi, Violine
Diego Rivera, Viola
Rebekka Hartmann, Cello
Christof Metz, Violone
Francesco Capraro, Chikako Nagatsuka, Oboe
Begona Roche Vicente, Fagott
Thomas Leininger, Cembalo
Babette Mondry, Orgel
Orgelreise nach Engelberg 24. April 2010
Über 50 Teilnehmende erlebten nicht nur die interessante Führung durch das Kloster. Im Mittelpunkt stand am Nachmittag die eindrucksvolle Vorführung der beiden Orgeln in der Klosterkirche durch den Klosterorganisten P. Patrick Ledergerber und Babette Mondry.
Die Chororgel (1902 Goll; Prospekt Josef Anderhalden 1737; Erweiterung/Neubau 2007 Kuhn): Ein in dieser Art einzigartiges Ensemble aus Orgelprospekt und Chorgestühl. Felix Mendelssohn soll auf seiner Reise durch die Schweiz auf der Vorgängerin, deren Disposition in der heutigen Orgel erhalten geblieben ist, mit seinem Spiel die Patres derart begeistert haben, dass sie ihn spontan einluden, in der nächsten Messe die Orgel zu spielen.
Die Grosse Orgel (1926 Goll & Cie / 1993 restauriert durch Graf AG) ist mit über 135 Registern und 11 Bälgen für den Winddruck die Orgel mit den meisten Registern in der Schweiz.
Pfingstmontag, 24. Mai 2010, 17.00 Uhr
Orgelkonzert
Babette Mondry
Mit pfingstlicher Musik feierte Babette Mondry im Jubiläumsjahr auch ihr 10-jähriges Jubiläum als Organistin an der Peterskirche. Ihre innige Verbundenheit zur Silbermann/Lhôt-Orgel wurde in Kompositionen von Nicolas de Grigny, Johann Sebastian Bach, Maurice Duruflé und Jehan Alain hörbar.
JUBILÄUMSKONZERT • Unter der künstlerischen Leitung von Babette Mondry finden mehrmals im Jahr in der Peterskirche Orgelkonzerte für Gross und Klein mit zum Teil hochkarätigen Gästen aus dem Ausland statt. Am Pfingstmontag spielte die Organistin der Peterskirche selber an der Silbermann/Lhôte-Orgel der Basler Altstadtkirche. Das Jubiläumskonzert des «Freundeskreis Orgelmusik an St. Peter» besiegelt gleichzeitig Babette Mondrys zehnjähriges Jubiläum als Organistin an der Peterskirche. Ihre innige Verbundenheit zur Silbermann/Lhôte-Orgel wird in Kompositionen von Nicolas de Grigny, Johann Sebastian Bach, Maurice Duruflé und Jehan Alain hörbar. Das Programm spannte den Bogen vom gregorianischen Hymnus «Veni Creator spiritus» von de Grigny und Variationen von Duruflé, über Bachs F-Dur-Toccata und Alains «Le jardin suspendu», bis zum Pfingstchoral «Komm Heiliger Geist, Herre Gott».
Sonntag, 6. Juni 2010, 17.00 Uhr
Orgelkonzert mit simultaner Videoprojektion vom Spieltisch
Iveta Apkalna
Iveta Apkalna löste vor drei Jahren mit ihrem ersten Konzert in der Peterskirche beim Publikum spontane Begeisterung aus.
Das Programm:
Peteris Vasks, Te Duem laudamus
Naji Hakim, Quatre Etudes Caprices für Pedal allein
Robert Schumann, aus den sechs Fugen über den Namen BACH, op. 60
Nr. 1: Langsam
Nr. 3: Mit sanften Stimmen
Nr. 5: Lebhaft
Johann Sebastian Bach, Präludium und Fuge D-Dur, BWV 532
Lucija Garuta, Meditation
Naji Hakim, Bach'oram
Sonntag, 27. Juni 2010, 17.00 Uhr
Erwan Le Prados Programm "L'Orgue et L'Europe" war eine Reise durch die europäischen Orgellandschaften, ausgerichtet auf ein breites Publikums. Nach einer Vorgabe aus dem Publikum improvisierte er über das Thema "con moto".
Als 1. Preisträger und gleichzeitig Gewinner des Pubikumspreises beim Grand Prix de Chartres 2000 hat sich Erwan Le Prado mit viel Können und Begabung einen Platz geschaffen in der grossen französischen Organistentradition. Erwan Le Prado versieht das ehrenvolle Amt des Organiste Cotitulaire an der Cavaillé Coll-Orgel St. Etienne zu Caen. Er konzertiert von dort aus an wichtigen Orten der Orgelszene und berührt das Publikum durch sein von seiner ganzen eigenen Persönlichkeit geprägten Spiel.
Jubiläums-Anlass 10 Jahre Freundeskreis Orgelmusik an St. Peter
Sonntag, 5. September 2010, 19.00 Uhr
"La Légende de Ktésibios" Szenische Aufführung
Das Werk handelt vom Griechen Ktésibios (300 v.Chr.), dem es als erstem Instrumentenbauer gelang, eine Wasserorgel "Hydraulis" zu erbauen. Sie gilt als antikes Vorbild aller Orgeln, die ab dem 8. Jahrhundert gebaut wurden.
Text und Musik hat Cécile Maurel geschrieben, aufgeführt wird es von ihrem eigenen Ensemble aus der Provençe. Cécile Maurel verwendet Elemente der antike griechischen Musik ebenso wie auch modale und zeitgenössische Kompositionstechniken.
Eine Konzerteinführung findet um 18.15 Uhr mit Prof. Guy Bovet und Babette Mondry statt. Dazu wird auch ein kurzes Video gezeigt von der eindrücklichen Demonstration der Hydraulis vom letzten Donnerstag.
